Krippenspiel


Für mich gehört zu Weihnachten auch unbedingt eine Krippe. Als meine Töchter noch klein waren und zu Hause lebten, da stand unter unserem Weihnachtsbaum eine aus modernen Holzfiguren, wunderschön geschnitzt. Aber die Zeiten ändern sich, meine Töchter sind längst ausgezogen und so darf es auch in Sachen Weihnachtsdeko deutlich reduzierter bei mir zugehen. 
Im letzten Jahr hatte ich erstmals einen sehr kleinen Baum ausgewählt. Also musste ein passende Krippe her, die ich mir dann aus Draht gebastelt und an den Baum gehängt habe. 


Weil sie mir so gut gefällt, werde ich einige mit zum Weihnachtsmarkt nehmen. Die Figuren sind schnell gebogen, ich habe mir dazu eine Vorlage aufgemalt und dann den Draht an den Konturen lang geführt. So hatte ich eine grobe Richtung. Befestigt habe ich alles an einem kleinen Ast, den ich einige Tage auf der Heizung trocknen ließ, bevor ich die Drahtfiguren angebracht habe. Sonst kann es einem nämlich passieren, dass der Ast "schrumpft" und dann machen Maria, Josef und das kleine Jesuskind einen Kopfstand oder hängen wie Fledermäuse von der Decke. Sooooo mordern wollte ich meine Krippe dann doch nicht wieder interpretieren. ;-)


Ich bin sehr auf die Resonanz darauf an meinem Marktstand gespannt. 

Stempel "Ich glaube noch ans Christkind" und Papier von Alexandra Renke, Blumendraht aus meinem Bestand und die Idee zur Drahtkrippe stammt von Pinterest.

Liebe Nordseeinselgrüße zu Euch 

Marion


Bäumchen, wechsel Dich....

....oder so ähnlich, das ist die Idee hinter diesem Prototyp bzw. Entwurf für einen Buchblock.

Ich weiß nicht, wie es Euch so geht, ich jedenfalls kann mich oft nicht so wirklich entscheiden, was ich denn nun mit so einem Buchblock anfangen will. Und noch weniger weiß ich das, wenn ich ein Exemplar verschenke.

Also habe ich mir überlegt, ein Sichtfenster mit Wechselmöglichkeit aus übrig gebliebener Laminierfolie zu integrieren, dann kann die Beschenkte sich selbst aussuchen, was sie damit anfängt.







Bitte nicht so genau hinschauen, ich habe gerade erst entdeckt, dass der Spiegel hinter dem Buch total verstaubt ist. Peinlich. ;-) Und so fleckig wie auf dem letzten Foto sieht das Ganze in echt nicht aus, das ist tatsächlich die Sonne, die just in dem Moment durchs Fenster schien, als ich dabei war, Aufnahmen zu machen.

Die Kärtchen habe ich mit der Minc foliert, Buchblock, Papier und Buchleinen sind von Alexandra Renke.

Liebe Nordseeinselgrüße zu Euch und ein schönes Wochenende

Marion

Kein Papier heute, ....

...aber ein anderer nachwachsender Rohstoff: Rapswachs, gegossen im Sturzglas, mit Holzdocht - den man hier allerdings nicht sieht, weil ich vergessen hatte, zu fotografieren, bevor ich die Deckel verschloss. Und damit man, so ganz wie man es von einem Weckglas kennt, beim Öffnen das sanfte "Zisch" hören kann, wenn sich das Vakuum füllt, wollte ich die Gläser nicht mehr öffnen....




Wachs und Duft sind zu 100% aus biologischem Anbau und nach dem Abbrennen kann man das Glas wiederverwenden. Als Verpackung habe ich mir ein Label mit der Cameo gebastelt. Weil ich die Kerzen auf dem Kampener Weihnachtsmarkt anbieten werde, gibt's jetzt schon ein bisschen winterliche Probedeko.

Schade, dass es noch kein Duftinternet gibt - es riecht hier ganz phantastisch nach Vanille.

Liebe Nordseeinselgrüße zu Euch

Marion

Boxenbau....

...gehört zu den Dingen, mit denen ich mich bisher weniger befasst habe. 

Da tauchen jede Menge Fragen auf...Etwa, welchen Kleber nimmt man, damit das Buchleinen sich nicht zu arg verzieht, aber noch genug Zeit bleibt, um zu korrigieren? Oder wie bekommt man Auschnitte, zum Beispiel ein Oval, damit man sich ein Stück Papier aus einem Zettelkasten fischen kann, ohne eine Pinzette benutzen zu müssen oder sich die Fingernägel abzubrechen? Ich weiß nicht, wie es Euch geht: Aber ich hätte gerne schön und praktisch gleichzeitig und das sind geschlossene Boxen zumindest bei so kleinem Fummelkram für mich eher nicht.

Also habe ich meine ersten Überlegungen nach dem Motto "keep it simple" verworfen und verschiedene Ausschnitte versucht und schnell gemerkt: Hätte ich doch mal früher im Geometrieunterricht bei Herrn Herder besser aufgepasst, dann fiele es mir heute vielleicht leichter, räumlich zu denken. Und dann hätte es nicht ungefähr 20 Anläufe gebraucht, eine saubere und schöne Kante zu arbeiten. 






Um etwa zwei Uhr in der Nacht war es dann doch soweit: Ich war endlich zufrieden. Wenn ich jetzt über den ovalen Rand streiche, dann merke ich - nichts. Keine Hubel, keine Risse, alles ist glatt und aus einem Guss. Viel besser noch: Ich sehe auch nichts, kein Karton schimmert durch. So darf es bleiben. Oh happy day. 

Weil's ich dann schon ein bisschen stolz auf mich selbst war, habe ich gleich noch eine weitere Box gebastelt und nachdem ich den Dreh raus hatte, ging das Beziehen auch ratzfatz. Ich denke, das Prinzip "Notizzettelbox mit Griffmulde" wird es auf jeden Fall in die Produktpalette auf den Kampener Weihnachtsmarkt schaffen. 









Chiyogami, Gummischnur, Graupappe und Holzkugel aus meinem Bestand, Leinen, Tsumugi und  Herzchen-Bezugspapier Alexandra Renke

Wünsche allen, die mitlesen, ein wunderbares Wochenende und sende Euch herzliche Grüße aus dem hohen Norden. 

Marion

Weil ich dieses Papier so liebe,...

...gibt es auch von mir mal wieder einen Beitrag. Ohne allzu viel Worte, dafür mit ein paar Fotos eines Prototyps, den ich für den Kampener Weihnachtsmarkt gebastelt habe. Ein kleines Album mit einer gefalteten Halterung, entstanden nach der Vorlage eines hochbegabten Buchbinders.

Die Faltung hält Fotos oder auch kleine Notzibücher von ganz allein, gefertigt wird sie aus einem Stück und braucht nur ganz wenig Kleber. Ich liebe solche feinen Ideen. Schade, dass sie mir nicht einfallen. Ich habe hier sieben Fächer gefaltet, aber aus einem ausreichend langen Papier kann man auch locker das doppelte herausholen.

Es nötigt mir immer noch jede Menge Respekt ab, wenn ich sehe, wie akkurat das Original hier auf meinem Schreibtisch gearbeitet ist - dagegen wirkt meine kleine Faltarbeit noch krummer und schiefer. Ob es wirklich nur an meinem ollen Falzbrett liegt oder doch daran, dass es mir an Sorgfalt fehlt? Möglicherweise ist es auch einfach der Mangel an Talent und Geduld. Egal, bis Dezember habe ich noch Zeit zum Üben und die Herbstabende auf der Insel sind zum Glück lang. 

Dann finde ich vielleicht auch Gelegenheit, mal wieder etwas öfter zu bloggen. 

Bis dahin, liebe Inselgrüße von

Marion